Übersichtskarte

Das wars dann wohl gewesen...

Dienstag, 21.02.2012

Hallo an alle treuen und fleißigen Blog-Leser!

Das war es dann wohl gewesen, dies wird mein letzter Blogeintrag sein. Ich bin mittlerweile wieder in Deutschland angekommen und versuche mich zu aklimatisieren (was bei der Kälte und dem Schnee gar nicht so einfach ist... Zwinkernd). Unten seht ihr noch weitere Einträge, ich hatte da ja noch ein bisschen was nachzuholen. Neben meinem Neuseeland-Krimi könnt ihr über meine Erfahrungen der restlichen Zeit auf der Südinsel und meine Reise auf der Nordinsel nachlesen. Es ist nochmal einiges an Erzählungen zusammen gekommen, deswegen habe ich es extra in mehrere Einträge unterteilt, um es übersichtlicher zu halten. Ich hoffe, euch gefallen diese letzten Einträge und ihr könnt euch mit mir von meiner langen Reise verabschieden.

Als allgemeines Fazit: Ich hatte eine mega super tolle Zeit und werde Australien, Neuseeland, die Natur, die lustigen Tiere und natürlich die vielen netten Menschen dort sehr vermissen. Nun beginnt wieder ein neues Kapitel in meinem Leben und ich sollte folgenden Spruch immer mit mir im Herzen tragen:

"Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es so schön war"

Somit verabschiede ich mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht und freue mich schon sehr darauf, euch hoffentlich bald alle wiederzusehen!!!

Eure Doro

Neuseeland-Krimi

Dienstag, 21.02.2012

Ich sitze gerade in Dubai am Flughafen und warte auf meinen Anschlussflug nach Frankfurt. Kaum zu glauben, dass meine lange und wunderbare Reise nun vorbei sein soll. Es wir bestimmt noch eine Weile dauern bis ich meine ganzen Erlebnisse verarbeitet habe und ich hoffe, dass mich der Alltag in Deutschland nicht zu schnell einholt… Ich möchte euch zunächst erst einmal über meinen kleinen persönlichen Neuseeland-Krimi berichten, vielleicht auch als Mini-Entschuldigung, warum ich mich in den letzten Wochen kaum noch gemeldet habe. Einige von euch kennen die Geschichte schon, andere vielleicht nur Bruchstücke davon.


Ich war die letzte Zeit in Neuseeland leider immer wieder sehr damit beschäftigt, mich mit einer ziemlich dummen Sache zu beschäftigen: meine Kreditkarte wurde geklaut. Die Geschichte hat eigentlich damit angefangen, dass ich eines Abends festgestellt habe, dass sich die Kreditkarte nicht mehr in meinem Portemonnaie befindet, am Ende hatte sie dann noch eine ganz schön verrückte Form angenommen…. Also, ich habe entdeckt, dass sie nicht mehr im Portemonnaie ist und mein Blutdruck ging direkt hoch, da ich meine Kreditkarte immer an derselben Stelle habe. Ich habe meine ganzen Habseligkeiten trotzdem durchgesucht und die Karte dann direkt sperren lassen als ich sie nicht finden konnte. Meine Hoffnung war zu diesem Zeitpunkt noch groß, dass ich sie nur irgendwo liegen lassen habe und sie von einer ehrlichen Haut gefunden wird bzw. ich sie schnell genug habe sperren lassen (ich habe sie am Tag davor noch in der Hand gehabt zum Geld abheben, also war dazwischen nicht sooo viel Zeit). Leise Zweifel habe ich in mir schon gehört, da ich eigentlich nicht der Typ bin, der seine Kreditkarte liegen lässt, dafür ist sie zum Reisen viel zu wichtig…. Naja, was soll man machen, ich habe probiert, meine Reise weiterhin zu genießen.


Nach einem zwei-tägigen Ausflug im Abel Tasman Nationalpark (der wunderschön war, siehe unten), habe ich wieder auf mein online-Konto geschaut – die Faust traf mich mitten ins Gesicht!!! Es wurden an diesem einen Tag, an dem ich das Fehlen der Kreditkarte noch nicht bemerkt habe, 6 Buchungen damit vorgenommen!!! Diese haben eindeutig auf einen Reisenden hingewiesen: AirNZ, eine Busgesellschaft in Neuseeland und vodafone. Ich habe mich natürlich tierisch aufgeregt und meine Bank angerufen, somit ging der Orga-Kram los: Reklamierungsantrag schreiben und ich sollte auf jeden Fall zur Polizei gehen. Ich habe mit meinen mittlerweile zwei Mitfahrerin den ganzen Fall öfters durchgesprochen und für mich stand zu dem Zeitpunkt schon fest, dass jemand die Kreditkarte mit der Absicht geklaut hat, ein paar Buchungen vorzunehmen. Ganz detektiv-mäßig hatten wir da auch schon eine bestimmte Person im Auge, die an dem Abend zwischen dem letzten Mal Geld Abheben und dem Bemerken des Verlusts bei uns mit im Hostel im selben Zimmer geschlafen hat. Beweisen konnte ich natürlich gar nichts und so waren immer noch viele Zweifel da, ob es nicht doch meine eigene Schlamperei war.


Als ich endlich die Chance dazu hatte, bin ich auf der Nordinsel in Wellington zur Polizei gegangen und habe den Fall gemeldet. Der sehr junge Polizist war zwar nett, aber irgendwie hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass mein Fall da bestimmt keine Priorität hat… Glücklicherweise ist nur ein paar Tage später Claudia nach Neuseeland gekommen. Sie hat mir nicht nur mit Geld ausgeholfen, um horrende Gebühren beim Abheben zu sparen, sondern sie hat mich auch dazu gebracht, nachzuhaken. In der Zwischenzeit habe ich auf meinem online-Konto zwei weitere Abbuchungen sehen können, eine für eine Tour auf dem Franz Josef Gletscher. Was für eine Ironie! Auf diese Tour hatte ich extra verzichtet, um das Geld für andere Aktivitäten zu sparen! Stattdessen macht es dann eine andere Person mit meinem Geld!!! In meinen Träumen ist diese Person auf dem Gletscher in eine Spalte gefallen – auf jeden Fall war meine Motivation noch größer, zum Detektiv zu werden und der Polizei unter die Arme zu greifen.


Da zwei Abbuchen von AirNZ vorgenommen wurden, haben wir uns gedacht, dass Flüge gebucht wurden und dabei ja normalerweise auch der Name angegeben werden muss, der im Pass steht. Ich hatte nicht große Hoffnungen, da die Person ja schon sehr dumm sein muss, so etwas zu buchen. Ich habe trotzdem Kontakt zur Fluggesellschaft aufgenommen und bin glücklicherweise an super, super nette und hilfsbereite Menschen geraten. Nach ein paar Telefonaten konnte mir ein Mitarbeiter einen Namen und die zwei Flüge nennen, die gebucht wurden! Bei dem Namen hat es bei mir schon sehr geklingelt: der Verdacht gegenüber der Person im Hostelzimmer hat sich stark erhärtet!!! Als ich mit dem Mitarbeiter telefoniert habe, waren es nur 2 Stunden bis zum ersten Flug: ein Inlandsflug! Völlig aus dem Häuschen wollte ich zumindest erreichen, dass der Flug gecancelt wird und die Person dumm am Flughafen steht. Aber es kam noch besser, mit Hilfe von AirNZ konnte ich organisieren, dass der Flug gecancelt wurde UND die Polizei am Flughafen auf die betreffende Person gewartet hat. Als das geregelt war, musste ich ein paar Stunden warten bis der Anruf von der Polizei kam: die Person ist tatsächlich am Flughafen erschienen und wurde von der Polizei eingesackt! Hammer! Ich hab mich sehr gefreut! Dann wurde ich jedoch im nächsten Moment mit der dreisten Falschaussage konfrontiert: das Mädchen (ja, es war das Mädchen aus dem Hostel) hat behauptet, ich hätte ihr die Flüge gebucht und sie hätte mir das Bargeld dafür gegeben, weil ihre Kreditkarte nicht funktioniert hat! Genauuu… Ich hab mich tierisch aufgeregt und habe der Polizei 5 Mal gesagt, dass das völliger Quatsch ist, und wollte schon meine beiden Mitfahrerinnen als Zeugen vermitteln. War aber gar nicht nötig, die Polizei hat dieser Aussage von Anfang an nicht geglaubt, kann ja auch irgendwie jeder sagen…


Weitere Tage und einige Telefonate später hat sich die Geschichte dann so entwickelt: Das (16-jährige!!!) Mädchen kam vor’s Jugendgericht (der Termin war an meinem Abflugtag) und ihr Vater ist extra aus Argentinien angereist. Sie hat sich wohl nicht nur an meinem Hab und Gut vergriffen, es wurden weitere fremde Kreditkarten in ihrem Besitz gefunden und zusätzlich noch ne Menge Bargeld (was ihre Aussage ja nur unglaubwürdiger macht…). Sie hat sich auf diesem Weg wohl ihre Reise in Neuseeland finanziert! Wie dreist!!! Und zusätzlich auch noch so dumm!!! Ich hatte mit der Geschichte noch einigen organisatorischen Aufwand, was mich immer wieder auch Internet- und Telefongebühren gekostet hat, aber das nur ganz nebenbei… Und besonders Nerven hats mich gekostet. Die Polizei war aber immer ganz, ganz nett zu mir und hat sich sozusagen auch noch bei mir bedankt, dass ich alles richtig gemacht habe und sehr wahrscheinlich andere Reisende vor demselben Schicksal bewahrt habe. Mittlerweile habe ich bis auf ca. 200 Euro mein Geld zurück und in den nächsten Tagen erfahre ich wahrscheinlich, welche Konsequenzen für das junge Mädchen anstehen. Können wir mal hoffen, dass sie ihre Lektion gelernt hat…


Auch wenn diese Geschichte meine Reise in Neuseeland schon manchmal ganz schön beeinflusst hat, habe ich natürlich auch noch schöne Dinge erlebt. Berichte darüber und noch ein paar nette Fotos folgen weiter unten!

Die Nordinsel mit zwei Besuchern aus Afrika

Donnerstag, 16.02.2012

Auf der Fähre von Picton nach Wellington hab ich erstmal ein bisschen Schlaf nachgeholt. Die Hauptstadt Neuseelands hat mich mit miesem Wetter begrüßt, sodass ich im Regen bei meiner Unterkunft angekommen bin. Den restlichen Abend habe ich bei der Polizei verbracht, um Anzeige zu erstatten. Die nächsten Tage in Wellington waren etwas komisch, da ich es nicht mehr gewohnt war, alleine unterwegs zu sein. Außerdem hat mir die Kreditkarten-Geschichte zu der Zeit ziemlich die Laune verdorben, da ich auf meinem Konto im Minus gelandet bin... Trotzdem habe ich mich aufgerafft, etwas von der Stadt anzuschauen. Im Nationalmuseum Te Papa kann man viele tolle Sachen sehen und entdecken und es ist wirklich schön gemacht. Besonders interessant fand ich den Erdbeben-Simulator, ein nachgebautes Häuschen, das regelmäßig ordentlich durchgeschüttelt wird. Ganz schön unheimlich, ich war dann wieder froh, dass ich bis dahin noch kein echtes Erdbeben miterlebt habe. Auch die Abteilung über Maoris, die Ureinwohner Neuseelands, war interessant gestaltet. Da ich an dem Tag aber nicht so aufnahmefähig war, bin ich bald lieber wieder rausgegangen und habe dem Trubel in der Stadt zugeschaut: An dem Wochenende war ein großes Rugby-event, zu dem sich die Fans ganz Karneval-like verkleiden. Da war viel auf der Straße und besonders an der waterfront los und man konnte die Leute super beobachten wie sie z.B. nackt in den Hafen gesprungen sind... Bei der Gelegenheit habe ich einen Neuseeländer kennengelernt, der mir am später Nachmittag und Abend noch ein paar schöne Plätze in Wellington zeigen konnte.

Erdbeben-Simulator im Te Papa Maori-Versammlungshaus Regierungsgebäude in Wellington

Nach ein paar Tagen hatte das Alleinsein aber schon ein Ende, da am 04.02. Claudia in Wellington angekommen ist! Darüber habe ich mich riesig gefreut! Ich habe sie vom Flughafen abgeholt und wir haben dort auch gleich unseren Mietwagen bekommen. Wir wollten noch ein bisschen in Wellington oder Umgebung bleiben, da Claudias Mann Janos auch bald in Wellington angekommen ist. In Wellington haben wir allerdings wegen dem großen Rugby-event keine Unterkunft mehr gefunden, sodass wir ein bisschen außerhalb in Lower Hutt auf einem Campingplatz gelandet sind. Dort hatten wir wie eine kleine Ferienwohnung für uns, was ganz schön war. Claudia konnte sich erstmal aklimatisieren (aus Afrika kommend hat sie ziemlich gefroren...), ihren Jetlag ausschlafen und ich hatte ein bisschen mehr Schlaf auch dringend nötig. So haben wir die nächsten Tage erstmal gefaulenzt, viel gequatscht und sind Regenjacken shoppen gegangen... Zwinkernd Am 06. Febraur kam Janos abends in Wellington an. Bevor wir ihn am Flughafen abgeholt haben, haben Claudia und ich noch einen kleinen Ausflug gemacht. Wir jedoch irgendwo anders gelandet als wir wollten, sodass wir gar nicht richtig wussten, wo wir waren. Man konnte aber trotzdem wunderschön an der Küste spazieren gehen. Mit Janos sind wir noch eine weitere Nacht in Lower Hutt geblieben bevor wir uns am nächsten Tag zur Erkundung der Nordinsel zu dritt aufgemacht haben.

Spaziergang mit Claudia im Irgendwo... schöne Küste irgendwo in der Nähe von Wellington

Auf dem Weg in den Noden haben wir eine Nacht in Wanganui gehalten, wo es allerdings nichts besonderes gab außer ein schönes Hostel mit tollem Garten, der zum BBQ und Wein trinken nur so eingeladen hat!!! Unser nächstes Ziel war der Ort National Park in der Nähe vom Tongariro Nationalpark. Wie der Name des Ortes schon andeuetet, ist dieser eigentlich nur als Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark gedacht. Im und beim Ort lässt es sich wohl noch ganz schön spazieren gehen und mit Kühen kuscheln (Lachend), was Claudia und Janos auprobiert haben, während ich gefaulenzt hab. Da hatten die beiden doch immer noch etwas mehr Bewegungsdrang als ich... Zusammen haben wir aber noch den Whirlpool des Hostels genutzt, um mal richtig schön zu entspannen. Am nächsten Tag stand dann das Tongariro Crossing an, eine wirklich tolle und abwechslungsreiche Wanderung, die u.a. am Schicksalsberg aus dem Film Herr der Ringe vorbeiführt. Wir haben für die Wanderung 7 Stunden gebraucht. Das Wetter war einmalig und ich denke, die Fotos sprechen für sich! Das einzig Unschöne am Tongariro Crossing: ich habe glaube ich nirgendwo sonst in Neuseeland so viele Touristen auf einem Flecken gesehen! Es sah doch teilweise so aus, als ob viele kleine Ameisen hintereinander den Berg erklimmen... Am Abend haben wir unsere Muskeln wieder schön im Whirlpool entspannen können!

im Garten vom Hostel in Wanganui Wasserfall auf dem Weg zum National Park Tongariro Crossing - Außerirdische??? Tongariro Crossing - der Schicksalsberg Tongariro Crossing - der Schicksalsberg Tongariro Crossing - der Schicksalsberg Tongariro Crossing Tongariro Crossing - Vorsicht geboten! ;) Tongariro Crossing Tongariro Crossing Tongariro Crossing - Claudia und ich Tongariro Crossing Tongariro Crossing Tongariro Crossing - Claudia und Janos Tongariro Crossing Tongariro Crossing

Vom National Park aus sind wir am nächsten Tag am Lake Taupo vorbei nach Waitomo gefahren. Dort gibt es sehr viele Höhlen, die für ihre Glühwürmchen bekannt sind. Nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz, auf dem wir wieder eine Cabin für uns gemietet hatten, haben wir noch einmal einen kurzen Spaziergang gemacht, der uns empfohlen wurde. Der Weg hat durch wunderschönen Wald geführt und man konnte schon mal in kleine Höhlen reinspähen. Am nächsten Tag wollte ich gerne eine Abenteuer-Höhlentour machen. Claudia und Janos hatten darauf nicht so viel Lust, sodass sie stattdessen reiten gegangen sind. Meine Höhlentour ging schon morgens los und sollte ca. 5 Stunden dauern. Zunächst sind wir ein Stückchen über einen Feldweg in wunderschöner Landschaft zu einem kleinen Häuschen gefahren. Dort haben wir unsere Ausrüstung bekommen: Neoprenanzüge, Helme mit Lampen, Kletterausrüstung etc. Mit dem Bus ging es noch ein Stückchen weiter bis der Feldweg geendet hat. Neben einer Schafweide war plötzlich ein großes Loch im Boden, das zur Höhle runtergeführt hat. Nach einer kurzen Anweisung haben wir uns alle nacheinander die 27m zur Höhle runter abgeseilt. Das hat mir schon mal super viel Spaß gemacht! Unten angekommen konnten wir den tollen Anblick genießen wie die Sonnenstrahlen in die Höhle reingeschienen haben. Als alle unten angekommen sind, haben wir jeder einen Reifen bekommen, in den man sich reinsetzen konnte und auf dem unterirdischen Fluss in das Höhlensystem reintreiben lassen konnte. Zwischendurch haben wir immer wieder alle unsere Lampen auf dem Helm ausgemacht und konnten den unglaublichen Anblick von tausenden von Glühwürmchen genießen. Das war wirklich wunderschön, ich habe so etwas noch nie gesehen. Es sah aus, als ob der Sternenhimmel ganz nah gekommen wäre! Wir sind immer weiter den Höhlengang entlang getrieben, mal mussten wir absteigen, mal ging es etwas schneller. Unser guide hat uns als recht abenteuerlustige Gruppe eingeschätzt, sodass wir unsere Reifen liegen gelassen haben und uns durch super enge Gänge gequetscht haben, geklettert und gekrabbelt sind. Der Matsch hat uns nur noch mehr wie richtige Höhlenforscher aussehen lassen. Mir hat es super viel Spaß gemacht, Platzangst durfte man da unten aber auf keinen Fall haben! Als wir wieder sicher in der etwas größeren Höhle angekommen sind, haben wir uns erstmal mit Tee und Schokolade erholt. Dann ging es den ganzen Weg wieder zurück. Da es nun gegen die Strömung des Wassers ging, mussten wir mehr laufen und klettern. Zwischendurch sind wir nochmal mit den Reifen am Hintern von einem Felsen gesprungen, haben Fotos mit Glühwürmchen gemacht und ein Aal-artiges Etwas betrachtet. Am Eingang der Höhle angekommen, mussten wir eine Felswand hochklettern, um aus der Höhle heraus zu kommen. Die Felswand an sich war nicht so schwer zum Hochklettern, allerdings sah das mit Gummistiefeln schon ganz anders aus. Wir sind aber alle gut oben angekommen. Zurück am Häuschen konnten wir uns unserer Ausrüstung entledigen und eine heiße Dusche genießen. Beim Büro der Veranstalter haben wir auch noch eine heiße Suppe bekommen bevor mich Claudia und Janos mit dem Auto abgeholt haben.

die neue Reisegruppe bei Waitomo so braun bin ich geworden!!! ;) bei Waitomo beim Abseilen beim Abseilen in die Höhle Black water rafting in der Höhle Höhle erkunden Höhle erkunden beim Springen ins Wasser Gruppe mit Glühwürmchen unsere Gruppe vorm Aufstieg aus der Höhle die Höhle das Aal-artige Etwas...

Am Nachmittag sind wir weiter nördlich nach Mount Maunganui gefahren. Dort sind Claudia und Janos nochmal am Strand spazieren gegangen, ich hab mal wieder gefaulenzt nach meiner anstrengenden Höhlentour... Lachend

Am nächsten Tag haben Claudia und ich einen Tagesausflug nach Rotorua gemacht. Janos wollte dort nicht hin und ist stattdessen in Mount Maunganui wander gegangen. Er war vor ein paar Jahren schon mal in Rotorua und fand es dort nicht so interessant. Claudia und ich sind in Rotorua erstmal in ein altes Maoridorf gelaufen. Vor dem Maori-Versammlungshaus haben wir eine alte einheimische Dame getroffen, die uns total nett erstmal ein paar Geschichten zu den Maoris erzählt hat und uns dann vor dem Versammlungshaus fotografiert hat. Danach waren wir in einer Kirche, die von außen sehr christlich aussieht, von innen aber eine Mischung aus christlicher und Maori-Kultur ist. Das fand ich total interessant und es sah irgendwie spannend aus. Leider durfte man dort keine Fotos machen. Wir sind noch ein bisschen durch das Maori-Dorf gelaufen und haben dabei auch die typische Eigenschaft von Rotorua bewundert: aus den Gullis und Löchern in der Erde kommt heißes, nach Schwefel stinkendes Wasser oder Schwefel-Qualm. Übrigens, Rotorua wird auch die "Furzstadt" genannt, da es dort doch manchmal ganz schön stinkt... Wir sind dann zu einem Park gegangen, wo man die verschiedenen thermalen Aktivitäten beobachten kann: blubbernde Schlammlöcher, heiße Seen etc. In der Nähe der Stadt gibt es noch mehr thermale Parks, wo man wohl noch schönere Seen etc. sehen kann, der Eintritt war uns aber zu teuer. Wir haben dann lieber den kostenlosen Park in der Stadt bevorzugt, waren dann noch thailändisch essen und etwas shoppen.

Maori-Versammlungshaus in Rotorua Rotorua - die Rotorua in Rotorua

Von Mount Maunganui aus sind wir am nächsten Tag die Coromandel Peninsula hoch in den kleinen Ort Kuaotunu gefahren. Dort hatten wir wieder mal ein super Hostel, das nur durch einen kleinen Hügel zu einem wunderschönen Strand getrennt war. Dort sind wir direkt etwas spazieren gegangen. Während Claudia und Janos noch weitergelaufen sind, habe ich mir ein Eis gegönnt und dann die Hängematte im Garten vom Hostel genutzt! Am Abend haben wir toll an einem kleinen Fluss im Garten des Hostels gegessen und später noch einen kleinen Nachtspaziergang am Strand gemacht.

Black Jack Hostel in Kuaotunu auf der Coromandel Peninsula Strand direkt am Hostel Spaziergang am Strand Abendessen im Garten vom Hostel

Am nächsten Tag sind Claudia und Janos etwas Kajak auf dem kleinen Fluss gefahren während ich noch einen Strandspaziergang gemacht habe und tolle Muscheln gesammelt habe. Am Nachmittag haben wir noch einen Ausflug auf der Coromandel Peninsula gemacht. Zunächst haben wir an einer total urigen Winzerei gehalten und neben ein paar Weinen ganz viele Liköre probiert. Claudia hat sich wegen Fahren zurückgehalten, Janos und ich waren nach der Probe aber doch ziemlich angeheitert... Zwinkernd Ausnüchtern konnten wir danach auf dem Weg zur Cathedral Cove, die zwei wunderschöne Buchten miteinander verbindet. Unser letzter Stopp am Abend war der Hot water beach, wo touristisch gesehen mal wieder einiges los war. Jeder bringt dorthin seinen Spaten mit und bei Ebbe heißt es dann Buddeln! Unter dem Strand liegen heiße Quellen und durch das Buddeln kann man sich ein kleinen heißen Pool bauen. Da vor uns schon genügend Leute dort waren, konnten wir uns das Buddeln sparen und uns einfach in Löcher anderer Leute legen. Dabei musste man höllisch aufpassen, wenn man sich genau über bzw. auf eine der heißen Quellen gelegt hat, hat man sich ganz schön den Hintern verbrannt!!!

Coromandel Peninsula Coromandel Peninsula Cathedral Cove bei der Cathedral Cove Hot Water Beach

Am nächsten Tag sind wir nach Thames gefahren, wo es eigentlich nichts besonderes gab. Der Ort war für uns eigentlich nur der Ausgangspunkt für unsere Rückreise, die bald anstand. In Thames mussten wir unsere Sachen schon mal packen und sind an unserem letzten gemeinsamen Abend indisch essen gegangen. Am darauffolgenden Tag stand für mich mein Heimflug nach Deutschland an. Claudia ist noch ein paar Tage nach Melbourne zu ihrer Schwester geflogen während Janos noch einen weiteren Tag in Auckland geblieben ist und dann direkt zurück nach Afrika musste. An meinem letzten Tag haben wir das Auto in Auckland abgegeben und ich war noch mal ein paar letzte Souvenirs shoppen. Ich musste mich dann leider von Claudia und Janos verabschieden, die Zeit mit den beiden ging viel zu schnell vorbei! Meine gesamte Zeit in Neuseeland ging so schnell vorbei und wie ich schon geschrieben habe, ich würde sehr gerne noch einmal in dieses wunderschöne Land zurückkehren! Ich habe mit Sicherheit noch nicht alle schönen Orte gesehen und an manchen Orten würde ich sehr gerne noch länger verweilen!

Wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann die Chance, wiederzukommen....

 

Weitere Mitfahrerin gefunden

Mittwoch, 01.02.2012

An unserem faulen Tag in Wanaka haben Melli und ich noch eine Mitfahrerin für die letzte Zeit auf der Südinsel gefunden. Kristina wollte erst einmal nur ein Stückchen mit uns weiterfahren und ist dann doch bis zum bitteren Ende bei uns hängen geblieben. Nun war ich mit Melli aus dem Allgäu und Kristina vom Bodensee mit meinem Hochdeutsch in der Unterzahl... Zwinkernd Trotz so verschiedener Dialekte haben wir uns super gut verstanden.

Nach dem wunderschönen heißen Tag sah das Wetter am nächsten Tag schon nicht mehr so gut aus. Wir haben uns nun zu dritt auf den Weg an die Westküste der Südinsel gemacht, erstes Etappenziel sollten die beiden berühmten Gletscher sein. Auf dem Weg dorthin wollten wir auf dem Haast Pass noch einige Stopps einlegen, nachdem uns eine Schwedin im Hostel erzählt hat, dass es einiges schönes zu sehen und entdecken gäbe. Das schlechte Wetter hat aber dazu geführt, dass wir nur an einem Wasserfall gehalten haben, einen Kaffeestopp mit leckerem Erdbeer-Muffin eingelegt haben und sonst bis zum Fox Gletscher durchgefahren sind. Dort sind wir so weit es ging an den riesigen Gletscher rangewandert. Schon beeindruckend, jedoch hat uns der stetig zunehmende Regen dazu gebracht, uns bald wieder auf den Rückweg und die Weiterfahrt nach Franz Josef zu machen. Franz Josef (ja, so heißt der Ort) liegt, dem Namen nach logisch, in der Nähe zum Franz Josef Gletscher. "Franz Josef" scheint nicht gerade ein typisch englischer Name zu sein, ist er auch nicht. Der deutsche Entdecker Julius von Haast hat den Gletscher nach Franz Josef (dem Ersten) aus Österreich benannt... In dem Ort Franz Josef haben wir erstmal den Abend und die Nacht verbracht. Weitere Aktivitäten boten sich nicht an: es hat geschüttet wie aus Eimern!!! Ich habe noch lange überlegt, ob ich für den nächsten Tag eine Tour buche, bei der man auf den Gletscher laufen kann und das Eis somit ganz nah entdecken kann. Ich habe aus finanziellen Gründen darauf verzichtet, aber ironischerweise habe ich später dafür ja trotzdem bezahlt... (haha, siehe oben "Neuseeland-Krimi"....).

auf dem Weg zur Westküste auf dem Weg zur Westküste auf dem Weg zur Westküste Wasserfall beim Haast Pass Fox Gletscher Gletscherzunge vom Fox Gletscher

Kaum zu glauben, aber am nächsten Morgen hat die Sonne gestrahlt! So sind wir auch noch zum Franz Josef Gletscher gefahren, haben ihn uns aber nur aus der Ferne von einem Aussichtspunkt angeschaut. Statt näher zum Gletscher zu laufen, haben wir beschlossen nach Okarito zu fahren. Dies ist ein kleiner Ort an der Küste, aber immer noch in der Nähe des Franz Josef Gletschers (das ist übrigens das besondere an den Gletschern, dass sie nur ein paar Kilometer vom Meer entfernt sind und unten an den Zungen auch direkt der Regenwald beginnt). In Okarito gibt es einen Wanderweg zu einem Aussichtspunkt, den wir empfohlen bekommen haben. Von dort aus sieht man nämlich auf der einen Seite das Meer und die Küste und auf der anderen Seite den Franz Josef Gletscher. Wir hatten leider nicht so gute Sicht, sodass wir zwar die Küste sehen konnten, der Gletscher aber in Wolken versteckt war...

der nächste Morgen in Franz Josef, vor dem Hostel Franz Josef GletscherOkarito die Westküste

Von Okarito aus sind wir mit einem Zwischenstopp in Hokitika die Westküste bis hoch nach Punakaiki gefahren. Dort sind wir mal wieder in einem super Hostel untergekommen, das direkt am Meer lag. Gegen Abend nach der Ankunft in Punakaiki haben wir es noch genutzt, dass sich das Wetter einigermaßen gehalten hat und sind zur Sehenswürdigkeit des Ortes gelaufen: Die Pancake rocks. Dies sind Felsformationen, die aussehen, als ob ganz viele Pfannkuchen aufeinander gestapelt wären (laut lonely planet fehlt nur noch der Ahornsirup...). Man kann dort einen befestigten Rundweg ablaufen und sieht neben den Pancakes auch noch andere lustige Felsformationen und blow holes.

in Punakaiki Hostel in Punakaiki Küste in Punakaiki Pancake rocks Pancake rocks Kristina und Melli bei den Pancake rocks mit viel Fantasie erkennt man einige Figuren... Küste in Punakaiki

Am nächsten Tag haben wir uns eine lange Strecke vorgenommen, da wir so schnell wie möglich an die Nordspitze der Südinsel kommen wollten. Wir hatten schon so viel vom Abel Tasman Nationalpark gehört und wollten dort zumindest 2 Tage verbringen. Deswegen haben wir das Auto gesattelt und los ging es. Einen etwas längeren Stopp haben wir noch in der Buller Gorge bei der längsten Hängebrücke der Welt gemacht. Dort wurden doch tatsächlich 5$ verlangt, um die 110 m Hängebrücke zu überqueren. Auch wenn wir es etwas unverschämt fanden, haben wir es trotzdem gemacht, denn auf der anderen Seite konnte man sich auf kurzen Wanderwegen gut die Beine vertreten. Bevor wir unsere Unterkunft in Takaka in der Golden Bay erreicht haben, haben wir uns in einer Touri-Info in Motueka noch mit Informationsmaterial über den Abel Tasman Nationalpark eingedeckt: am Abend sollte die Entscheidung fallen wie und wie lange wir den Nationalpark erkunden wollen. Zur Entscheidung haben uns eher die anderen Gäste im Hostel geholfen als das Info-Material, aber die Entscheidung sollten wir nicht bereuen! Bevor es allerdings zum Abel Tasman NP ging, haben wir den nächsten Tag noch an der Golden Bay verbracht. Wir hatten alle drei hohe Erwartungen, da der Name für uns goldene Strände suggeriert hat. Wir sollten in der Hinsicht jedoch ziemlich enttäuscht werden, da die Strände erst im Abel Tasman NP richtig golden werden sollten. Im nördlichen Bereich der Golden Bay haben wir uns die Te Waikoropupu Quellen angeschaut, die größten Quellen Neuseelands und angeblich die reinsten der Welt... Danach sind wir bis ganz in den Norden zum Farewell Split vorgedrungen, wo wir noch eine Weile spazieren gegangen sind und die Einsamkeit genossen haben.

die längste Hängebrücke Neuseelands in der Biller Gorge 110 m über die Hängebrücke Te Waikoropupu Quellen Farewell Split Spaziergang beim Farewell Split Farewell Split

Am nächsten Tag war es dann so weit: unsere Abel Tasman Tour begann und damit vielleicht mein Höhepunkt Neuseelands! Nach vielen Überlegungen haben wir uns zu dritt auf folgende Tour geeinigt: von dem Ort Marahau am südlichen Ende des NP aus haben wir eine Zwei-Tages-Tour gestartet. Am ersten Tag sind wir in einer kleinen Gruppe Kajak gefahren, die Nacht haben wir auf einem Hausboot geschlafen und am zweiten Tag sind wir gewandert. Am Morgen des ersten Tages hat ein Wassertaxi uns und unsere Kajaks die Küste entlang nördlich zum Onetahuti Beach im NP gebracht. Auf dem Weg dorthin haben wir vom Wassertaxi aus schon ein bisschen Sightseeing gemacht: wir haben den split apple gesehen, konnten schon die tolle Küste des Parks sehen, haben uns über ein aufgelaufenes Segelboot lustig gemacht und haben auf der Tonga Island total süße Baby-Seehunde und einen Pinguin gesehen. Am Onetahuti Beach angekommen, haben wir erstmal unsere Gruppe kennengelernt: neben uns drei deutschen Mädels war noch der deutsche Thomas dabei, unser guide Joe und ein anderer Mitarbeiter aus dem Büro von dem Touranbieter. Wir Mädels hatten direkt die Idee, die Kajaks so ausgeglichen wie möglich zu besetzen und haben beschlossen, dass die Männer jeweils in einem der Zweier-Kajaks die "Kontrolle" (das Ruder) übernehmen dürfen und wir Mädels es uns vorne im Kajak gemütlich machen und die Aussicht genießen. Lachend Gesagt, getan, so haben wir uns dann auf den Weg die Küste entlang zurück in Richtung Süden gemacht. Wir sind noch nicht lange losgepaddelt, als wir schon die erste Pause eingelegt haben. An einem wunderschönen Küstenabschnitt, an dem man nur bei Ebbe halten kann und auch nur vom Wasser aus hinkommt, haben wir erstmal Kaffee und Muffins bekommen!

Wassertaxi im Abel Tasman Split apple Kaffeepause im Abel Tasman Abel Tasman NP Abel Tasman NP Aussicht genießen im Abel Tasman NP Abel Tasman NP Kaffeepause im Abel Tasman NP

Im weiteren Verlauf haben wir noch einen Stopp an der Mosquito Bay gemacht. Nicht sehr einladender Name, so haben wir dort nur schnell die Toilette genutzt... Zwinkernd Ein längere Mittagspause haben wir später in der Sandfly Bay gemacht. Der Name ist zwar nicht viel einladender, aber die Bucht war umso schöner! Wir hatten Traumwetter und so sind wir vor dem Mittagsessen erst nochmal ins Wasser gesprungen! Nach dieser tollen Abkühlung haben wir die Sandwiches genossen. Danach sind wir zunächst auf dem Falls River etwas ins Landesinnere gepaddelt. Der Rückweg auf das Meer war ziemlich anstrengend, da uns der Wind stark entgegen geblasen hat. Unser guide meinte dann, dass der Wind sehr günstig für eine Segelpartie stände! Wir haben erstmal nicht so ganz verstanden, was er damit meint, haben uns aber auf das Abenteuer eingelassen. Wir sind unserem guide immer weiter auf das offene Meer gefolgt, was schon mal ein Abenteuer für sich war: die Wellen wurden immer höher, sodass man ein bisschen ein Achterbahngefühl bekommen hat und wenn man Pech hatte, schon mal komplett unter einer Welle untergegangen ist. Spaß gemacht hat es aber allemale!!! Ziemlich weit auf dem offenen Meer angekommen, konnte man von dort aus unser Ziel schon sehen: die Anchorage Bay. Wir sind mit unseren drei Kajaks zusammen gekommen und unser guide hat ein Segel rausgeholt. An den beiden hinteren Ecken wurde das Segel an das Paddel gespannt und hochgehalten und die beiden vorderen äußeren Leute mussten das Segel runter halten. Die beiden im mittleren Kajak mussten nur dafür Sorgen, dass alle Kajaks zusammen bleiben. So hat uns der Wind ganz schön doll ins Segel geblasen und wir sind ziemlich schnell auf unser Ziel losgesegelt. Allerdings haben die beiden aus einem Kajak irgendwann Bedenken geäußert, dass sich verdächtig viel Wasser in dem Kajak gesammelt hat. So sollte das eigentlich nicht sein... In diesem Kajak saß auch der guide und er hat uns schon Anweiseungen gegeben, was zu tun ist, falls sein Kajak untergeht. Erst als wir in der sicheren und windstillen Bucht angekommen sind, konnte der guide das Wasser aus dem Kajak pumpen und wir haben erst gesehen wie viel Wasser darin war!!! Die beiden waren echt kurz vorm Untergehen. Darüber konnten wir aber schon herzlich lachen!

Pipi-Pause an der Mosquito Bay Mosquito Bay auf dem Weg haben wir schon unser Hausboot getroffen im Abel Tasman NP Sandfly Bay auf dem Falls River auf dem Falls River überschüssiges Wasser im Kajak

In der Anchorage Bay angekommen haben wir erstmal unsere Sachen am wunderschönen Strand getrocknet, bei der Segelaktion sind wir doch alle von oben bis unten nass geworden. Leider mussten wir uns auch schon von unserem super guide verabschieden, denn den Rest unserer Tour konnten wir für uns alleine gestalten. Nachdem wir wieder einigermaßen getrocknet waren, sind wir zusammen mit Thomas noch einen Rundweg auf einer Halbinsel gelaufen, von dem aus man super tolle Blicke auf die Küste hatte und noch zu einem wunderschönen, und dieses Mal wirklich goldenen Strand gekommen ist. Zurück am Strand, an dem wir auch gelandet sind, mussten wir Mädels unserem Hausboot auf dem Wasser zuwinken bis uns jemand entdeckt hat und uns mit dem Motorboot am Strand eingesammelt hat. Das Hausboot lag in der tollen Bucht und wir drei hatten eine ganze Kajüte für uns. Das wunderschöne Wasser hat uns nochmal zum Baden eingeladen. Nachdem wir erstmal ganz vorsichtig vom unteren Stockwerk des Hausboots ins kühle Nass gesprungen sind, hat uns der Gruppenzwang und das Zureden des "Kapitäns" dazu gebracht, gemeinsam vom Dach des Hausboots zu springen. Die 6m ins Wasser haben sich ganz schön gezogen und hat mir genügend Adrenalin für den restlichen Abend gebracht... Ich habe damit beschlossen, dass mir 6m reichen und ich keinen Bungee Sprung mehr machen muss... Lachend Am Abend haben wir auf dem Hausboot ein BBQ bekommen und konnten den Rest des Abends den tollen Sonnenuntergang und später den traumhaften Sternenhimmel beobachten, einfach unvergesslich!!!

Anchorage Bay Spaziergang auf der Halbinsel Blick auf die Küste des Abel Tasman NP tolle Ausblicke auf den Abel Tasman NP aufgelaufenes Segelboot goldener Strand im Abel Tasman NP die Mädels im Abel Tasman NP Sprung vom Hausboot aus ins tolle Wasser 6m-Sprung vom Dach des Hausboots

Am nächsten Morgen haben wir noch ein super Frühstück bekommen und sind dann wieder vom Motorboot an den Strand gebracht worden. Zusammen mit einem englischen Pärchen, das auch auf dem Hausboot übernachtet hatte, haben wir uns auf den Weg gemacht. Erstmal sind wir in die "falsche" Richtung gelaufen, da wir uns Cleopatra's Pool nicht entegehen lassen wollten. Der lag ein Stück im Landesinnere und wurde von einem Bach/Fluss gebildet. Das Wasser war eisekalt, aber die Erfrischung tat sehr gut. In den Pool konnte man auch über eine natürlich geformte Rutsche reinrutschen, was viel Spaß gemacht hat! Vom Pool aus sind wir dann Richtung Marahau gelaufen. Der Wanderweg führt durch den dichten Wald und man hat zwischendurch immer mal wieder Blicke auf das Meer mit seiner tollen Farbe. Wir haben ab und zu Abstecher zu einem Strand gemacht, um dort zu picknicken oder nochmal baden zu gehen. Nach einigen Stunden Laufen haben wir das südliche Ende des Nationalparks und somit Marahau erreicht. Nach einer Erfrischung in einem Café sind wir mit dem Auto am Abend noch bis nach Nelson weitergefahren, wo wir übernachtet haben.

Blick vom Hausboot am nächsten Morgen in der Anchorage Bay Cleopatra's Pool Cleopatra's Pool Cleopatra's Pool Abel Tasman NP Abel Tasman NP

In Nelson hatten wir den letzten gemeinsamen Abend, an dem wir eigentlich zusammen Essen gehen wollten. Dies hat leider nicht geklappt, da ich mit meiner Kreditkarten-Geschichte zu tun hatte... Wir hatten dann noch ein spätes gemeinsames Essen und haben am nächsten Morgen nochmal zusammen gefrühstückt. Dann mussten wir uns erstmal von Melli verabschieden, da sie in Nelson geblieben ist. Kristina ist noch mit mir bis nach Picton gefahren, wo ich das Auto abgegeben habe und zu Fuß auf die Fähre nach Wellington gegangen bin. Ich bin sehr froh, dass ich noch so zwei tolle Mitfahrerinnen auf der Südinsel gefunden habe und wir hatten eine super tolle Zeit zusammen!!! Ich habe schon in diesem Moment beschlossen, dass ich gerne irgendwann nochmal nach Neuseeland zurückkommen möchte, um z.B. noch länger im Abel Tasman NP zu verbringen, es ist einfach ein kleines Paradies!!!

Glueck im Unglueck

Mittwoch, 25.01.2012

Man muss immer nehmen, was kommt, und das Beste daraus machen. Das gilt natürlich besonders für so eine Reise und daran musste ich mich in der letzten Zeit hin und wieder erinnern. Da ich in Dunedin im Hostel abends noch super nette, total liebe Menschen kennengelernt habe, habe ich meinen Aufenthalt spontan immer wieder verlängert. Ich hatte sowieso nicht so viel Lust, meine Taschen wieder zu packen und mit dem Bus weiterzureisen, das hat also ganz gut zusammen gepasst.

Nach dem einen Regentag bin ich am nächsten Tag mit ein paar Leuten aus dem Hostel auf den Bauernmarkt gegangen. Danach wollten wir zum Tunnel Beach laufen, da wir gehört haben, dass es möglich sein soll, dorthin zu laufen, auch wenn er etwas außerhalb liegt. Wir sind dann also hochmotiviert losmarschiert, hatten aber schon bald das Gefühl, dass das vielleicht doch nicht so gut klappt, wie wir uns dachten. Nachdem wir schon ca. 30 Minuten gelaufen sind, haben wir dann mal nachgefragt. Ein älteres Ehepaar hat uns dann informiert, dass es sehr weit sei, ungefähr noch 12 km. Hm, darauf hatten wir dann doch keine Lust und haben uns deswegen spontan entschieden zum St. Clair Strand zu laufen, der näher gelegen war. Dort haben wir den Strand genossen und sind danach noch einen Kaffee trinken gegangen. Als wir wieder zurück in die Stadt laufen wollten, hat es natürlich mal wieder angefangen, zu schütten. Wir waren alle völlig unausgerüstet, weil morgens noch Sonne und blauer Himmel war, als wir losgelaufen waren. Also haben wir eine Bushaltestelle gesucht und sind lieber zurück in die Stadt gefahren. Am Abend haben wir noch Tim Tam Slam gemacht. Tim Tams sind die weltbesten Kekse in Australien und Neuseeland, die innen eine Schoko-Füllung haben und außen herum. Traditionell australisch isst man diese Kekse folgendermaßen: Man beißt an beiden Seiten des Kekses ein Stückchen ab, taucht den Keks dann in ein heißes Getränk (Tee, Milch etc.) und saugt das Getränk dann durch den Keks. Dabei schmilzt der Keks und man muss ihn schnell verspeisen, da es sonst eine riesengroße Sauerei wird. Das nennt man Tim Tam Slam, es ist ziemlich lustig, wir hatten alle unsere Premiere…

 St. Clair Strand St. Clair Strand Tim Tam Slam

Am nächsten Tag habe ich erstmal den Bus zurück nach Christchurch und das Hostel für die erste Nacht für Claudia und mich gebucht. Dann habe ich allerdings vom Unglück erfahren: Claudia konnte leider (noch) nicht nach Neuseeland kommen, da sie krank geworden ist. Das Auto, das wir gebucht hatten, hätte ich zwar stornieren können, dafür hätten wir aber 20% Stornierungs-Gebühren zahlen müssen, die ja in den Wind geschossen sind… Außerdem hatte ich mich schon sehr auf die Flexibilität mit dem Auto gefreut. Nach ein paar Gesprächen, Tipps und Planungen mit den wunderbaren Leuten im Hostel habe ich dann beschlossen, das Auto trotzdem zu holen und darauf zu hoffen, dass ich spontan einen Mitfahrer finde, mit dem ich zumindest die Benzinkosten teilen kann. Dieser Plan ist auch tatsächlich aufgegangen, aber dazu später mehr. An meinem letzten Tag in Dunedin habe ich noch mit Stefan, ein deutscher aus dem Hostel, eine wildlife-tour gemacht, da man auf der Otago Peninsula nahe Dunedin viele tolle Tiere sehen kann. Die Tour hat sich total gelohnt, die Landschaft war wunderschön und wir haben viele Tiere gesehen: Seehunde, Seelöwen, Gelb-Augen-Pinguine (ganz, ganz seltene Pinguine) und Königs-Albatrosse beim Fliegen. Die Pinguine sind ziemlich groß und sind die einzigen Tiere, die gelbe Augen haben (warum weiß man nicht). Wir haben beobachtet, wie sie gegen Abend aus dem Wasser gewatschelt kommen und dann die Berge erklimmen, um zu ihren Nestern und Küken zu kommen. Total lustig und ich wusste nicht, dass Pinguine so gut hüpfen können! Von einem Beobachtungsstand haben wir auch die Küken ganz nah sehen können, die haben ordentlich Babyspeck und sind dicker als ihre Eltern! Am Abend musste ich mich leider von den tollen Leuten und dem super Hostel verabschieden, da es für mich am nächsten Morgen recht früh mit dem Bus nach Christchurch ging.

Otago Peninsula Seehund auf der Otago Peninsula Seehund auf der Otago Peninsula Seelöwe am Strand Gelb-Augen-Pinguin Gelb-Augen-Pinguin, der aus dem Wasser kommt Gelb-Augen-Pinguin Gelb-Augen-Pinguin-Küken einzigartig in Neuseeland: Pinguin und Schaf noch ein Gelb-Augen-Pinguin

Den Nachmittag in Christchurch habe ich mal wieder verbummelt und war froh, dass ich wieder so glücklich war, kein Erdbeben erleben zu müssen… Am Abend habe ich noch meine liebe Schwester angerufen, um ihr zu ihrem runden Geburtstag zu gratulieren ;) Am nächsten Tag konnte ich das Auto schon morgens abholen bzw. ich wurde abgeholt und zur Autovermietung gebracht. Auf dem Weg hat mich der Mitarbeiter schon gefragt, ob ich in Deutschland mehr manuell oder automatik fahren würde. Habe dann locker und leicht gesagt, dass ich bestimmt mit beidem zurecht kommen würde… Ich habe dann ein Automatik-Auto bekommen. Nachdem mich der Herr aber einfach ohne jegliche Erklärungen los schicken wollte, musste ich dann doch mal doof nachfragen. Ich bin zwar schon mal Automatik gefahren, aber das ist ungefähr7 Jahre her und ich konnte mich nicht mehr so gut daran erinnern. Er hat mir dann eine Schnelleinführung gegeben, mehr recht als schlecht, und mich dann los geschickt. Ähm ja… Ich bin froh, dass ich keinen Unfall gebaut habe, es war doch recht gewöhnungsbedürftig, besonders das Gas und die Bremse, da wäre ich mehrmals beinahe durch die Windschutzscheibe geflogen. Die Straßenkarte, die mir der Herr gegeben hat, war ein schlechter Witz, sodass ich mich erstmal ordentlich verfahren habe. Alles Widrigkeiten zu Trotz habe ich dann doch noch mein erstes Ziel erreicht: der Ort Akaroa auf der Bank Peninsule, die vor Christchurch liegt. Die Fahrt dorthin war sehr schön mit tollen Aussichten! Im Ort bin ich etwas herum spaziert und habe etwas gegessen, bevor ich mich auf die Weiterfahrt gemacht habe. Dabei bin ich noch eine besonders schöne Route gefahren, die Ausblicke waren umwerfend!!! Mein Ziel für den Abend war Lake Tekapo, die Fahrt dorthin hat sich noch ordentlich gezogen… Ich bin dort völlig erschöpft angekommen und war etwas betrübt, dass ich meine liebe Claudia nicht bei mir hatte. Dann geschah jedoch das Glück im Unglück: ich habe Melli kennen gelernt, die sich mir im Auto angeschlossen hat und dieselbe Route wie ich im Kopf hatte. Das hat super gepasst und wir waren beide sehr glücklich, dass wir uns gegenseitig gefunden haben!

mal wieder in Christchurch... aktuelle Attraktion in Christchurch... Bank Peninsula bei Christchurch Akaroa auf der Banl Peninsula bei Christchurch tolle Ausblicke auf der Bank Peninsula mein neuer Begleiter

Am nächsten Morgen bin ich in Lake Tekapo noch etwas wandern gegangen, da ich ja noch gar nichts vom Ort und der Umgebung gesehen hab. Um eine schöne Aussicht auf den See zu haben, habe ich den Mount John bezwungen. Von dort aus kann man nicht nur toll den See überblicken, sondern man sieht auch die schneebedeckten Berge in der Ferne! Gegen Mittag habe ich mich dann mit Melli zusammen im Auto auf den Weg zum Mount Cook gemacht. Auf der Fahrt dorthin hatten wir schon tolle Blicke! Viele Menschen sehen den Mount Cook gar nicht, weil er sich in den Wolken versteckt. Wir hatten aber riesen Glück und konnten den höchsten Berg von Neuseeland im Sonnenschein bewundern. Wir haben bei Mount Cook eine kleine Wanderung gemacht, um eine tolle Aussicht auf den Berg, einen Gletscher und das Umland zu genießen. Gegen Abend sind wir noch ein Stücken Richtung Süden gefahren, um kurz vor dem Ort Omarama in einem tollen Hostel zu übernachten. Das Hostel lag ziemlich einsam an einem Hügel und war sehr wohnlich und persönlich!

Lake Tekapo Aussicht vom Mount John auf dem Weg zum Mount Cook Mount Cook Mount Cook beim Mount Cook beim Mount Cook

Da Melli und ich beschlossen haben, komplett um die Südspitze von Neuseeland zu fahren, lag Dunedin praktisch auf unserem Weg. Ich hab mich zusätzlich sehr gefreut, nochmal die Leute dort wiederzutreffen! Leider gab es keine freien Betten mehr in der Zauberschule (das Hostel Hogwartz), aber wir sind ganz in der Nähe untergekommen. Gegen Abend sind wir mit einem vollen Auto nochmal auf die Otago Peninsula zur Sandfly Bay gefahren. Und wieder hatten wir Glück mit dem Wetter! Dementsprechend traumhaft war diese Bucht und der Strand und wir konnten noch einmal Gelb-Augen-Pinguine aus dem Wasser watscheln sehen. Später am Abend sind wir alle zusammen noch in ein Irish Pub gegangen und haben somit den Tag schön ausklingen lassen.

Moaraki (auf dem Weg nach Dunedin) Moaraki (auf dem Weg nach Dunedin) super leckeres neuseeländisches Eis: Hokey Pokey!!! Sandfly Bay Sandfly Bay Sandfly Bay Sandfly Bay Sandfly Bay

Am nächsten Tag habe ich es tatsächlich noch zum Tunnel Beach geschafft, dieses Mal aber mit Auto. Katharina und Julius aus dem Hogwartz sind auch nochmal mitgekommen. Der Tunnel Beach heißt so, da mal ein reicher Mann beschlossen hat, seiner Familie den Zugang zum Strand zu erleichtern und einfach einen Tunnel durch einen Felsen zu bauen. Somit konnte die Familie durch den Felsen laufen und musste nicht drüber klettern. Nach dem wir diesen schönen Strand und die Küste genossen haben, sind wir beim St. Clair Strand noch einen Kaffee trinken gegangen. Dort gab es nochmal einen Spaß-Faktor: Das Wasser stand gerade sehr hoch und klatschte so sehr an die Promenade, dass es so hoch gespritzt ist, dass man oben am Geländer ganz schön nass werden konnte. Eine Masse von Kindern hatte tierischen Spaß und so sind wir natürlich auch wieder zu Kindern geworden und etwas nass geworden… Am Nachmittag haben wir uns wieder verabschiedet und Melli und ich sind weiter Richtung Süden gefahren, wo wir in der Surat Bay direkt am Strand in einem Hostel übernachtet haben.

Tunnel beach Tunnel beach Tunnel beach Tunnel beach Katharina und ich beim Tunnel beach Tunnel beach Promenade bei St. Clair

Das Gebiet im Süden wird Catlins genannt und wir waren sehr gespannt darauf, weil wir verschiedene Meinungen darüber gehört haben: die einen fanden es großartig, die anderen meinten, es würde sich nicht lohnen. Unser erster Stopp in den Catlins war der Nugget Point. Dort steht ein Leuchtturm in einer wunderschönen Küstenlandschaft. Nachdem wir uns einen Wasserfall angeschaut haben, der zwar schön, aber nicht spektakulär war, sind wir weiter zur Curio Bay gefahren. Die fanden wir beide nicht so super, der Strand war langweilig und die versteinerten Bäume, die es dort an der Küste zu sehen gab, konnten uns irgendwie nicht begeistern. Zusätzlich ist das Wetter schlechter geworden, sodass wir ziemlich schnell weitergefahren sind. Letzter Halt war am Waipapa Point, wo auch nochmal ein Leuchtturm stand. Dort war es ganz schön, hätte meiner Meinung nach aber auch genauso gut an der Nordsee sein können…. Insgesamt fand ich die Catlins nicht so super, zwar schön, aber sie haben mich nicht so begeistert wie manch andere Leute. Am Abend sind wir noch bis nach Te Anau gefahren und haben dort in einem Hostel außerhalb des Orts übernachtet, von dem aus man schon eine schöne Aussicht auf das Fjordland hatte.

Nugget Point in den Catlins Nugget Point in den Catlins Wasserfall in den Catlins Waipapa Point in den Catlins

Da die Fahrt durch die Catlins ganz schön lang war und auch geschlaucht hat, haben wir uns in Te Anau erstmal einen Tag Ausschlafen und Faul sein gegönnt. Das anstrengendste war, uns zu entscheiden, wie wir am folgenden Tag die Milford Sounds erkunden wollten. Nach längerem Hin und Her haben wir uns dann für eine Kajak-Tour entschieden, was wir nicht bereuen sollten. Allerdings bedeutete dies, dass wir am Tag darauf umso früher aufstehen mussten, da man von Te Anau zum Milford Sound nochmal zwei Stunden mit dem Auto braucht und die Kajak-Tour im Milford Sound schon morgens um 7 Uhr los gehen sollte. Wir hatten also nur ein paar Stunden Schlaf. Das frühe Aufstehen hat sich aber absolut gelohnt, da das Fjordland am Morgen so wunderbar friedlich ist! Die meisten Leute erleben das Fjordland im Regen (es regnet ca. 250 Tage im Jahr!), aber wir hatten mal wieder Glück: bomben Wetter, Sonnenschein pur!!! Da hat das Kajak-Fahren gleich noch viel mehr Spaß gemacht. Wir waren eine sehr kleine Gruppe, nur 7 Leute und ein guide, und haben den Fjord einmal komplett bis zum offenen Meer durchquert (ca. 4-5 Stunden). Mit dem Kajak konnten wir ganz nah an die super Wasserfälle ran (bis zu 140 m hoch!) und unter einem Wasserfall haben wir auch eine Dusche genommen… ;) Auch an die Seehunde, die sich auf den Felsen gesonnt haben, sind wir ganz nah rangekommen und haben dann sogar noch einen Pinguin im Wasser schwimmen sehen. Als wir das Ende vom Fjord erreicht haben, sind wir auf einen kleinen Boot geklettert und das Wassertaxi hat uns dann zurück zum Ausgangspunkt gebracht. Wir waren alle total begeistert, aber anstrengend war es natürlich auch. Am Abend waren wir deswegen zu müde, um noch irgendwas zu machen und waren froh, als die Sonne endlich untergegangen ist und wir das Gefühl hatten, endlich ins Bett gehen zu können…

Aussicht vom Hostel in Te Anau Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds  Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Kajakfahren in den Milford Sounds Mittagspause beim Kajakenfast am Ziel... nach der Kajaktour: Ausblick auf den Milford Sound frecher Kea auf einem Parkplatz auf der Rückfahrt nach Te Anau

Von Te Anau sind wir am nächsten Tag nach Queenstown gefahren. Die Fahrt dahin war super schön und wir haben natürlich den Vorteil des Autos genutzt und an ein paar Aussichtspunkten gestoppt. Queenstown ist die „Adrenalin- Stadt“ Neuseelands, dort kann man wirklich alles machen, von Bungee-Jumping über Jet Boat fahren bis zu Sky Diven (aus dem Flugzeug springen). Melli und ich haben von Queenstown allerdings nicht so viel Gutes gehört, da es auch eine ziemliche Party-Stadt sein soll. Da wir weder diese ganzen action-Sachen machen wollten (viel zu teuer…) noch groß Lust auf Party hatten, haben wir beschlossen nur den Tag dort zu verbringen und gegen Abend weiter nach Wanaka zu fahren, um dort zu übernachten. Nach dem ersten Schock, wie viel in Queenstown los ist, fanden wir den Ort dann auch ganz nett. Wir sind etwas in der Stadt rumgeschlendert, haben was gegessen und sind dann noch auf den Berg gelaufen, von dem aus man eine tolle Aussicht auf die wunderschöne Landschaft hatte. Unten im Ort haben wir uns noch ein super leckeres Eis gegönnt bevor wir dann wieder über eine landschaftlich einmalige Route nach Wanaka weitergefahren sind. Hier haben wir ein Traum-Hostel erwischt, total gemütlich und mit tollem Blick auf den See. Das Wetter ist immer noch traumhaft, die Sonne knallt, sodass wir heute zu faul zum Wandern waren und mal wieder einen Tag Relaxen einlegen….

wunderschöne Route nach Queenstown auf dem Weg nach Queenstown Badestrand in Queenstown Big Kiwi in Queenstown Rodelbahn auf dem Berg von Queenstown Queenstown wunderschöne Route zwischen Queenstown und Wanaka Wanaka Wanaka

Ich werde mit Melli noch bis zum oberen Ende der Südinsel unterwegs sein. Claudia konnte ihren Flug glücklicherweise umbuchen und wird nun nach Wellington kommen, worauf ich mich wieder sehr freue!

Ich hoffe, euch geht’s allen gut und sende euch ein paar Sonnenstrahlen ans andere Ende der Welt!!!

Eure Doro

Verwandlung von der Touristin zur Reisenden

Freitag, 13.01.2012

Nach ein paar letzten schönen Tagen in Sydney bin ich im Flugzeug von Sydney nach Christchurch verwandelt worden. Während ich in Australien meine Reise vollgepackt habe, mehrere Touren mitgemacht habe, das Land im Eiltempo besichtigt habe und somit eher einer Touristin glich, bin ich hier in Neuseeland nun mehr eine Reisende. Ich benutze öffentliche Verkehrsmittel, entscheide von Tag zu Tag, was ich machen werde, rufe erst am Abend vorher im Hostel an, um nach einem Bett zu fragen, und nutze die Küchen der Hostels, um mich selbst zu versorgen. Eine ganz andere Art des Reisens, das bestimmt mehr Zeit kostet und ich im Endeffekt vielleicht weniger sehe, aber es dafür vielelicht auch intensiver wahrnehme. Auch wenn ich nun alles auf eigene Faust entscheide, bin ich deswegen nicht einsamer. Man lernt in jedem Hostel nette Menschen kennen. Wenn auch manchmal nur für kurze Zeit, kann sich mit einigen doch sehr interessante und intensive, oder auch lustige Gespräche ergeben. Ich genieße diese Art des Reisens sehr und muss zugeben, dass ich die Zeit auch öfters mal zum Ausschlafen nutze... Zwinkernd

Ein weiterer Unterschied zwischen dem Reisen in Australien und Neuseeland: das Wetter! Während ich in Australien während meiner langen Reise kaum einen Tag Regen hatte, erlebt man das in Neuseeland doch schön öfters... Der Sommer ist hier viel europäischer. Auch wenn die Sonne hier sehr knallt, sobald sie draußen ist, gibt es hier auch diese verdammten Regentage. So wie heute, es regnet sich ordentlich ein, sodass ich massig Zeit habe das kostenlose Internet der Stadtbibliothek zu nutzen! Auch die Landschaft und die Tierwelt machen auf mich einen viel europäischeren Eindruck, nicht so exotisch wie in Australien. Das ist natürlich nicht unbedingt schlecht oder weniger schön, aber nach ein bisschen mehr als einer Woche reisen, bleibt mein Favorit bisher noch Australien, ich glaube, gerade wegen der "Exotik". Aber wartet ab, es kann sich natürlich noch alles ändern!

Ich habe schon in Australien geglaubt, die Deutschen seien überall. Ich bin sehr überrascht, in Neuseeland ist es noch schlimmer!!! So sind zumindest meine bisherigen Erfahrungen: Deutsche, deutsche, deutsche, wohin das Auge blickt und das Ohr hört, und mittlerweile erkenn ich sie auch meistens auf den ersten Blick! ;) Es ist keine Seltenheit, dass in einem 6er-Zimmer nur deutsche unterkommen oder das im Wohnraum des Hostels abends nur deutsch geredet wird, weil keine Notwenidgkeit besteht, eine andere Sprache zu benutzen... Naja, zum Glück ist das nicht überall so und ich kann mein englisch auch manchmal noch weiter üben Lachend

Nun aber endlich dazu, was ich bisher in Neuseeland erlebt habe: In Christchurch angekommen, wurde ich erstmal von ein paar Einheimischen mit dem Spruch "Welcome to earthquake-city" begrüßt und darüber aufgeklärt, dass es immer noch täglich mehrmals in Christschurch bebt. War ich ja nicht so begeistert von, sodass ich direkt beschlossen hab, die Stadt am nächsten Morgen gleich wieder zu verlassen. Gegen Abend war ich in Christchurch noch etwas spazieren, neugierig war ich ja schon ein bisschen... Es ist wirklich wie eine Geisterstadt, die Innenstadt ist noch sehr weiträumig abgesperrt, dort ist kein Mensch! Auch drumherum wirken die Straßen eher wie ausgestorben. Auf meiner ganzen Reise kam man immer wieder auf die Erdbeben in Christchurch zu sprechen und ich habe mittlerweile auch Leute getroffen, die beim großen Erdbeben im letzten Februar dabei waren oder beim Beben an Weihnachten. Unheimlich, ich bin sehr froh, dass ich während meines kurzen Aufenthalts nichts mitbekommen habe... Gleichzeitig auch interessant, beim Reisen hier hört man so viel mehr Geschichten, die man durch die Medien in Deutschland nicht mitbekommt. Quintessenz ist jedoch traurigerweise, dass die Stadt so wie sie mal existiert hat, nicht mehr besteht und keiner so richtig weiß, ob sie jemals wieder zu altem Glanz zurückkehrt...

Geisterstadt Christchurch

Am nächsten Morgen habe ich schon sehr früh den Bus nach Kaikoura genommen, ein Ort an der Ostküste nördlich von Christchurch. Der Ort ist bekannt für die vielen Wale, die es dort das ganze Jahr über zu sehen gibt. Da gerade wunderschönstes Wetter in Kaikoura herrschte und damit sehr gute Bedinungen zum Wale beobachten, bin ich direkt ganz spontan in eine whale watching tour reingerutscht. Mit einem Speedboot ging es etwas raus aufs Meer, aber es hat nicht lange gedauert, bis wir den ersten Pottwal gefunden haben! man konnte den Wal toll beobachten wie er eine Weile an der Wasseroberfläche getrieben ist und dann irgendwann abgetaucht ist. Das war der spektakulärste Moment, weil die Wale dann ganz elegant ihre Schwänze in die Luft strecken, was echt toll aussieht. Wir konnten so noch zwei weitere Pottwale beobachten und haben uns dann auf die kleinere Tiere konzentriert: eine riesige Gruppe von Delfinen (ich weiß nicht genau, welche Art es war, aber sie waren sehr groß!), ungefähr 50 Stück sind immer wieder ganz nah ans Boot rangekommen oder wir sind ihnen vorsichtig gefolgt. In der Gruppe befanden sich aber nicht nur Delfine, sondern auch andere Arten von Wale. Tierkenner werden jetzt böse aufstöhnen: ich habe mir die Namen der Wale nicht gemerkt... Ich bin ja schon froh, dass ich rausgefunden hab, dass ich Pottwale gesehen habe, die englischen Namen sind sehr verwirrend für mich... Wir haben diese riesige Gruppe ziemlich lange beobachtet: so lange, dass mir langsam schlecht wurde, der Wellengang war nämlich schon recht stark. Ich muss gestehen, dass ich froh war, als ich wieder an Land war und sich mein Magen beruhigen konnte... Der wurde dann aber schon bald wieder aufgefüllt mit einem super leckeren BBQ im Hostel, wo man sehr nett mit den anderen Gästen zusammensitzen konnte.

Pottwal in der Ferne (Schwanz zu erkennen beim genauen betrachten) Pottwal etwas näher Pottwal beim Abtauchen Delfin die andere Art von Walen... Delfin Delfine die ganze Gruppe

Ich bin noch einen weiteren Tag in Kaikoura geblieben, auch wenn es dort nicht super viel mehr zu sehen gibt als die Wale... Aber es war erstmal Ausschlafen in dem super netten Hostel angesagt. Dann geht bei mir im Moment immer etwas Zeit drauf, um meine nächsten Reiseschritte zu organisieren (d.h. Bus und Hostel für den nächsten Tag buchen, was man hier in der Hochsaison doch leider immer machen muss). Gegen Nachmittag habe ich eine wunderschöne Wanderung auf der Peninsula gemacht. Dort gibt es viele Seehunde zu sehen, die auf den Felsen im Wasser faulenzen. Die Küste war wunderschön und ich hatte einmal mehr Glück mit dem Wetter: die Sonne ist herausgekommen und hat die tolle Farbe des Wassers betont.

Hostel in Kaikoura Kaikoura Kaikoura, Peninsula walk Kaikoura, Peninsula walk Kaikoura, Peninsula walk

Am nächsten Tag bin ich mit dem Bus weiter die Ostküste hoch nach Picton gefahren. Der Ort ist eigentlich dafür bekannt, dass von dort die Fähre von der Südinsel auf die Nordinsel übersetzt. Die meisten sind deswegen auch eher nur auf der Durchreise, aber ich habe mir sagen lassen, dass man auch ein paar schöne Wanderungen machen kann. Am Tag meiner Ankunft habe ich mir den kleinen Ort erstmal etwas angeschaut und habe das schöne Wetter genutzt, um mich mal mit meinem Buch in die Sonne zu legen, was ich am nächsten Tag bereut habe... Nein, ich habe mich nicht verbrannt, aber ich hätte den schönen Nachmittag lieber zum Wandern nutzen sollen. Am nächsten Tag sah das Wetter nämlich gar nicht mehr so gut aus... Nachdem ich wieder organisatorischen Kram erledigt hatte, habe ich mich mittags trotzdem auf den Weg gemacht. Es war zwar sehr windig und ziemlich bewölkt, aber ich habe gehofft, dass es sich noch etwas halten würde. Der Hinweg der Wanderung war auch noch ganz nett. Es hat etwas getröpfelt, aber das hat mir nichts weiter ausgemacht. Nach der Hälfte des Weges (übrigens 4 Stunden zum Wandern) hat es allerdings richtig angefangen zu schütten. Wer rechnen kann, weiß somit, dass ich dann volle 2 Stunden durch strömenden Regen und richtigem Sturm zurücklaufen musste. Im Hostel angekommen war ich so nass, da hätte ich mich auch mit Klamotten unter die Dusche stellen können.... So stand den Rest des Nachmittags und Abends nur noch heiß duschen und faulenzen auf dem Programm, was anderes ließ sich bei dem Wetter nicht mehr machen...

Picton Hafen für die Interislander-Fähre Fähre auf dem Weg zur Nordinsel (eigentlich) schöne Aussichten auf der Wanderung Hostel in Picton

Am nächsten Tag war natürlich wieder schönes Wetter, wie solls auch anders sein... Mittags habe ich den Bus zurück nach Kaikoura und von dort aus einen anderen Bus nach Hanmer Spings genommen, ein kleiner Ort, der etwas im Innenland liegt. Dort bin ich erst gegen Abend angekommen und hatte riesiges Glück: es gab für alle Gäste des kleinen Hostels kostenloses dinner (indisch) und Getränke (Wein! ;) ) umsonst!!! Das macht der Besitzer ein Mal im Moment, da hatte ich also viel Glück! Wir konnten bei schönem Wetter draußen im Garten sitzen und ich habe mal wieder nette und interessante Leute kennengelernt, ausnahmsweise mal eher international! In Hanmer Springs habe ich am nächsten Tag eine etwas längere und anstrengende Wanderung gemacht: den Berg hoch zu einem Wasserfall, noch weiter hoch Richtung Gipfel, mit wunderschönen Aussichten und dann zurück ins Dorf! Dort völlig erschöpft (und mit laufender Nase und tränenden Augen, Allergie!!!), hab ich mir erstmal ordentlich was vom kostenlosen Eis im Hostel gegönnt!!! Danach bin ich noch in die Therme gegangen, denn für die heißen Pools ist Hanmer Springs eigentlich bekannt! Total entspannt habe ich den Abend in diesem wunderbaren und netten Hostel verbracht.

Hanmer Spings Hanmer Springs Wasserfall in Hanmer Springs Hanmer Springs Hanmer Springs toller Wanderweg in Hanmer Springs auf dem Weg zurück nach Christchurch

Am nächsten Morgen hat mich der Shuttle-Bus vom Hostel nach Christchurch gebracht. Ich war zufällig der einzige Fahrgast und hatte dadurch ein sehr nettes Gespräch mit dem holländischen Fahrer. In Christchurch angekommen musste ich ca. 5 Stunden auf meinen nächsten Bus nach Dunedin warten. Ich hatte damit gerechnet, dass ich mein Gepäck irgendwo unterstellen konnte und noch etwas von der Stadt sehen kann. Das ging aber nicht, da es keine Gepäckaufbewahrung mehr seit dem Erdbeben gibt... So habe ich mein ganzes Gepäck in den botanischen Garten geschleppt und es mir dort bei schönem Wetter auf der Wiese gemütlich gemacht. Mit Leute beobachten, Lesen und Film auf dem Laptop gucken konnte ich mir die Zeit ganz gut vertreiben. Nach Dunedin hat es mit dem Bus nochmal 5-6 Stunden gedauert, ich habe die meiste Zeit verschlafen. Leider wurde das Wetter immer schlechter, je weiter wir in den Süden kamen. In Dunedin kam ich dann erst abends um 9 Uhr an und war froh, dass ich den extrem steilen Weg zu meinem Hostel direkt gefunden habe und auch bewältigen konnte. Es hat sich aber definitv gelohnt: das "Hogwartz" (so heißt die Zauberschule in Harry Potter) ist wirklich magisch, ein sehr altes, verwinkeltes Gebäude, super gemütlich mit viel Holz, aber den modernsten sanitären Anlagen, die ich bis dahin in Hostels gesehen habe. In meinem Zimmer herrscht purer Luxus: normale Betten (keine Hochbetten!!!) und ein Erker mit einer tollen Aussicht auf die Stadt! Hier fühle ich mich so wohl, dass ich beschlossen habe, ein bisschen länger zu bleiben. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit meinen roten Haaren und als Hexe ganz gut nach "Hogwartz" passe, so zumindest die Theorie von Simon... Zunge raus

Gestern habe ich dann die Stadt Dunedin etwas erkundigt und Sightseeing gemacht. Die Stadt ist ziemlich klein,aber ganz nett. Normalerweise ist sie wohl auch noch mehr belebt, da sie eine Studentenstadt ist, die aber gerade Semesterferien haben. Ich bin einmal durch die ganze Stadt bis zur steilsten Straße der Welt gelaufen (Guiness buch der Rekorde). Auf den Fotos sieht es vielleicht nicht so extrem aus, aber ich sage euch, diese Straße ist WIRKLICH steil!!! Eine Herausforderung, dort hochzukommen! Danach bin ich etwas im botanischen Garten herumgelaufen, einmal über den Campus geschlendert und habe mir den berühmten, alten und wunderschönen Bahnhof angeschaut. Wie schon erwähnt, heute ist das Wetter wieder beschissen, sodass ich mal wieder einen komplett faulen Tag einlege....

Ausblick vom Hostel der Beweis die steilste Straße der Welt gerades Haus, schiefe Straße... oder gerade Straße und schiefes Haus??? Uni in Dunedin Bahnhof in Dunedin

Nun dauert aus nur noch ein paar Tage bis Claudia in Christchurch ankommt und ich sie mit unserem Mietauto vom Flughafen abhole! Drückt die Daumen, dass alles klappt!!!

Liebste Grüße aus Neuseeland!!!

Eure Doro

Weihnachten und Silvester mal ganz anders....

Montag, 02.01.2012

Hallo ihr Lieben,

erst einmal ein frohes neues Jahr an alle!!! Ich hoffe, alle sind gut reingerutscht und hatten einen guten Start!

Ich hatte eine tolle Weihnachtszeit in Australien und ein fantastisches SIlvester! Nachdem ich ein paar Tage in Melbourne war bin ich von dort aus am 19.12. mit dem öffentlichen Bus nach Foster gefahren. Dies ist ein kleiner Ort, der (relativ) nah am Wilson's Promontory Nationalpark liegt, den ich mir nicht entgehen lassen wollte, da ich nur gutes darüber gehört hatte! In Foster gibt es ein Mini-Hostel mit drei Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche und Bad, da konnte man sich nur wohl fühlen. ALs ich ankam, war sogar nur ein anderer Gast da, sodass wir das ganze Haus für uns hatten! Da der NP aber nochmal 60km von Foster entfernt ist, muss man sich irgendwie eine Fahrgelegenheit suchen, da es bis dahin keine Linienbusse mehr gibt. Der Besitzer der Hostels war so nett und hat mich an eine ältere Dame aus dem Ort vermittelt, die mich am nächsten Tag mitgenommen hat. Im NP waren vor nicht allzu langer Zeit sehr schwere Überschwemmungen,sodass bisher nur einige der vielen Wandermöglichkeiten geöffnet sind. DIe haben für mich aber völlig ausgereicht und ich bin den ganzen Tag zu Aussichtspunkten, zum Strand und auf den Mount Bishop gewandert, wunder-, wunderschön!!! Leider habe ich kein Wombat gesehen, was ich mir sehr erhofft hatte...

Wilsons Prom Wilsons Prom Wilsons Prom Wilsons Prom Wilsons Prom Wilsons Prom am Squeaky beach Aussicht vom Mount Bishop auf dem Mount Bishop Aussicht vom Mount Bishop

Am nächsten Morgen habe ich nochmal ausgeschlafen und bin dann wieder mit dem Bus zurück nach Melbourne gefahren, da am 22. mein Flug recht früh nach Hobart ging. Da die Strecke nicht so sehr weit ist, musste ich den Morgen in Hobart noch in der Stadt vertrödeln bis ich überhaupt im Hostel einchecken konnte. Das war aber nicht so wild, da das Wetter super war und man sehr gemütlich seine Zeit am Hafen verbummeln kann. Nachmittags habe ich im Hostel-Zimmer die Französin Coco kennengelernt und wir haben festgestellt, dass wir auch die Tour zusammen machen werden. Das war schon mal sehr schön, jemanden zu kennen. Am 23. ging meine 6-Tages-Tour durch Tasmanien los und es sollte ein weiteres persönliches Highlight in Australien werden. Neben der wunderschönen Natur in Tasmanien und den vielen Tieren, die man dort sehen kann, wurde mir die Reise und auch Weihnachten durch eine super nette, tolle und lustige Gruppe und unsere "guidin" Jenny versüßt! Am ersten Tag haben wir uns mit mehreren Zwischenstopps an Wasserfällen, Seen und Flüssen auf den Weg nach Strahan an der Westküste gemacht. An den Stopps haben wir immer wieder kleinere Spaziergänge gemacht und die Natur genossen. Als wir abends in Strahan ankommen wurden wir von einer Menschenmasse überrascht, die scheinbar auf uns gewartet hat! Natürlich nicht wirklich, die ganzen Leute an der Straße haben auf ihre Weihnachtsparade gewartet. Da wir ganz zufällig auch über die Hauptstraße zu unserer Unterlunft fahren mussten, waren wir plötzlich der Kopf der Parade, was darin geendet hat, dass wir mit Wasserbomben beschmissen und mit dem Wasserschlauch bespritzt wurde!!! Wir fanden es alle super lustig und haben uns kaum noch einbekommen vor Lachen!!!

Horseshoe falls Russell falls Russell falls auf dem Weg durch Tasmanien auf dem Weg durch Tasmanien Lake St Clair Lake St Clair Nähe Nelson falls Nelson falls Weihnachtsstimmung in Strahan

Am nächsten Morgen haben wir uns schon mal frohe Weihnachten gewünscht! Auch wenn der Haupt-Weihnachtstag in Australien am 25.12. stattfindet, wusste Jenny doch über den deutschen/europäischen Brauch Bescheid und deswegen hieß es ab heute: Weihnachtsmützen tragen und Süßigkeiten naschen! (auch wenn die Weihnachtsschokolade immer schön im Bus geschmolzen ist...). Am Morgen hatten wir etwas Zeit in Strahan herumzulaufen. Einige mussten noch shoppen gehen, um sich für die anstehende größere Wanderung am nächsten Tag auszurüsten. Als alles erledigt war, sind wir zum Ocean beach gefahren und haben dort ein paar "Weihnachtsfotos" geschossen. In den Henty Sand Dunes hatten wir als Weihnachtsmänner riesen Spaß im Sand herumzuspringen und haben auch einen kleinen Spaziergang über die Dünen gemacht. Am Nachmittag hieß es hauptsächlich Fahren. Auch wenn die Entfernungen in Tasmanien nicht ganz so groß sind wie auf dem Festland, mussten wir doch immer wieder länger im Bus sitzen. Die Straßen sind teilweise sehr kurvig uns steil, sodass wir manchmal nur im Schritttempo vorwärts kamen... Gegen Abend sind wir am Cradle Mountain Nationalpark angekommen. Da das Wetter und die Sicht noch gut war, sind wir direkt zum Lake Dove gefahren, von dem aus man eine ganz tolle Sicht auf den Cradle Mountain hat. Jenny hat uns schon mal die Wanderrouten erklärt zwischen denen wir uns für den nächsten Morgen entscheiden konnten. Als es langsam dunkel wurde sind wir noch ein ganz kleines Stück vom Overland Track gelaufen, um Wombats zu sehen, die langsam herauskamen. Und tatsächlich habe ich somit einen Wombatam Heiligabend gesehen, das war ein sehr schönes Geschenk! Nach dem Abendessen haben die meisten von uns auch nochmal einen Nachtspaziergang gemacht, um noch ein paar Tiere zu sehen! Wir haben Quolls gesehen, die wohl sehr selten zu sehen sind, noch einen Wombat von ganz nah und Possums und Kängurus.

Frohe Weihnachten! Frohe Weihnachten von den deutschen... Ocean beach Weihnachtsmänner-Spaß in den Henty Sand Dunes sportlicher Weihnachtsmann Cradle Mountain Lake Dove und Cradle Mountain beim Lake Dove rechteckiger Wombat-Poo mein Weihnachtsgeschenk: ein Wombat! nochmal Wombat im Dunkeln Possum

Am nächsten Morgen, dem ersten Weihnachtstag, stand eine Wanderung im Nationalpark an. Man konnte sich zwischen verschieden langen und schweren Routen entscheiden. Ich habe mit ein paar anderen und Jenny zusammen die schwerste und längste Route in Angriff genommen: 5 Stunden Rundwanderweg mit steilen Anstiegen, aber umwerfenden Ausblicken!!! Unsere Weihnachtsmützen durften da natürlich nicht fehlen! DIe Wettervorhersage war eigentlich nicht so gut, es sollte später Gewitter geben. Aber es gab noch ein Weihnachtsgeschenk für uns alle: das Wetter war traumhaft und die Sonne hat die meiste Zeit geschienen!!! Diese Wanderung war mein absolutes Highlight der ganzen Tour! Traumhafte Landschaft, nette Menschen und viel Spaß!!! Am Nachmittag stand dann nur noch Fahren bis nach Devonport an, um einige Leute von der Gruppe zur Fähre zu bringen. Die meisten sind aber in der Gruppe geblieben und die Reiseagentur war so nett, uns ein Weihnachtsdinner zu spendieren! so gab es am Abend ein wunderbares Weihnachtsessen mit christmas crackern, viel Spaß und sogar Glühwein (ein Vorschlag von uns deutschen... ;) ). Ich hatte ein sehr schönes Weihnachten, auch wenn es ganz anders war, habe ich es sehr genossen!

unsere Wandertruppe Cradle Mountain Jenny kurze Pause mit tollem Blick Weihnachtsmänner auf Achse Weihnachtsmänner auf Achse Weihnachts-Doro Weihnachts-lunch mit wunderbarem Ausblick hier wohnt der Weihnachtsmann wirklich: auf dem Cradle Mountain! Wombat Pool oder doch Wombat Poo? Weihnachtsdinner am 25.12. christmas cracker... ... bringen Spaß

Nach unserer tollen Weihnachtsparty hatten wir am nächsten Tag alle einen Kater.... Das war aber nicht so schlimm, da der Tag nicht so anstrengend war. Wir haben ein paar neue Leute in Devenport und Launceston eingesammelt und mussten dann wieder viel fahren, um an die Ostküste rüber zu kommen. Ein Stopp haben wir bei den St Columbus falls gemacht und am Nachmittag hatten wir etwas Zeit an der Bay of fires. Das Wetter war zwar schön, aber das Wasser doch so kalt, dass sich wirklich nur die allermutigsten reingetraut haben (da habe ich nicht dazu gehört...). Am Abend haben wir in Bicheno übernachtet und konnten dort freiwillig noch eine Pinguin-Tour machen. Die meisten von uns haben das getan, da sie uns von Jenny sehr empfohlen wurde. Es war auch wirklich super, da man ganz nah an die Pinguine ran konnte und es so lustig war, wie sie vom Strand die Düne hoch gewatschelt sind. Auch einige Küken haben wir gesehen, die auf ihre Eltern gewartet haben. Leider konnte man keine Fotos machen, da die Pinguine den Blitz überhaupt nicht mochten.

hangover am 26.12. ohne Kommentar St Columbus falls Bay of fires Pinguine in Bicheno

Am nächsten Morgen haben wir kurz an einem waterhole blow gehalten, wo das Wasser ganz stark durch ein Loch gedrückt wird. Die Hauptattraktion an diesem Tag war die Wineglass Bay! Dort musste man etwas hinwandern, erst den Berg hoch zu einem tollen Aussichtspunkt und dann wieder runter zu einem super Strand! Am Nachmittag haben wir auf unserem Weg nach Port Arthur an einer Berry Farm gehalten, wo es super leckeres Eis mit vielen verschiedenen Beeren-Sorten zu kaufen gab. In Port Arthur haben wir nach dem dinner nochmal einen Nachtspaziergang gemacht, konnten dieses Mal aber nichts besonderes mehr entdecken, nur Kängurus und Possums...

waterblow hole Wineglass Bay Coco und ich bei der Wineglass Bay Coco und ich bei der Wineglass Bay Wineglass Bay Wineglass Bay Wineglass Bay

An unserem letzten Tag sind wir zunächst zur Küste und zu der Remarkable Cave gefahren. Danach hatten wir einige Zeit uns das historische Port Arthur anzuschauen, wo ab 1830 englische Strafgefangene hingeschickt wurden. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft habe ich ein Echidna getroffen und konnte ganz nah ran. Ich habe es ein bisschen verfolgt und dann auch ganz heldenhaft über die Straße begleitet und die Autos angehalten! Das war meine gute Tag für den Tag ;) Nach dem lunch sind wir zurück Richtung Hobart gefahren. Wir haben einen längeren Stopp beim Tasmanian Devil Park gemacht, wo wir auch beim Füttern von den Tieren zuschauen konnten. Die tasmanischen Teufel sind kurz vorm Aussterben und so war es besonders spannend, sie zu sehen. Es sind ganz ungewöhnliche Tiere, die komische Geräusche machen... Ein weiterer Stopp war die devils kitchen und ein besonderes Verkehrsschild bvor wir zurück nach Hobart gekommen sind und sich die Gruppe getrennt hat. Mit einigen haben wir uns abends nochmal zum dinner verabredet und ich war wieder mit Coco in einem Hostel-Zimmer, sodass wir auch noch den nächsten Tag zusammen verbringen konnten.

Küste bei Port Arthur Remarkable Cave historisches Port Arthur historische Kathedrale in Port Arthur historisches Port Arthur Echidna Begleitung über die Straße gerettetes Echidna tasmanische Teufel noch faul schon aufgeregt Kampf ums Essen Baby und Mama verschwindendes Känguru devils kitchen Küste bei devils kitchen Küste bei devils kitchen besonderes Verkehrszeichen letztes Gruppenfoto

Coco und ich ahben uns einen gemütlichen Tag in Hobart gemacht und haben uns am Abend nochmal mit ein paar anderen der Gruppe auf dem Taste of Tasmania festival getroffen. Dort gab es viele leckere Sachen zum Essen und Trinken und gleichzeitig konnte man beobachten wie die Segelboote von dem Wettrennen von Sydney nach Hobart angekommen sind. Alle eintreffenden Boote wurden lautstark beklatscht und bejubelt, es war eine tolle Atmosphere. Schließlich war aber Verabschieden angesagt und am nächsten Morgen bin ich sehr früh nach Sydney geflogen.

ankommende Boote in Hobart leckeres Essen auf dem Tast of Tasmania festival Hafen in Hobart leckere Käseplatte lecker Käse lecker Auster??? iiiihhhh Auster!!! lecker Nachtisch

Hier in Sydney kann ich gerade bei Johanna in der Wohnung schlafen, was total super ist. Sie hat eine weitere Freundin aus Deutschland da und zusammen mit Karina, der australischen Freundin haben wir Silvester gefeiert. Wir wollten uns das große Feuwerwerk natürlich nicht entgehen lassen und haben uns deswegen am 31. früh auf die Socken in die Stadt gemacht. Wir wollten das Feuerwerk vom botanischen Garten aussehen, wo weitere 20000 Menschen hingehen konnten. Dies hat dazu geführt, dass wir erstmal 3 Stunden in der Schlange gestanden haben, um überhaupt reinzukommen. Wir haben aber noch einen tollen Platz mit Blick aufs opera house und ein Teil der Harbour Bridge bekommen. Der Platz lag soagr im Schatten, was sehr gut war, da das Wetter super war und wir aber weitere 10 Stunden warten mussten. Uns kam es gar nicht so schlimm vor, wir hatten Picknick dabei, man konnte dort Alkohol trinken und so verging die Zeit recht schnell. Ich fand es war etwas wie bei einem Festival, was ich sehr angenehm fand. Könnte mich daran gewöhnen, Silvester immer im Sommer zu haben! Um 9 Uhr gab es ein erstes kleineres Feuerwerk, was eher für die Kinder gedacht ist, aber auch schon toll war. Das Feuerwerk um 12 war natürlich gigantisch mit absolutem Gänsehauteffekt und man wusste eigentlich gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Nach dem Feuwerwerk haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht, was aber nochmal 3 Stunden gedauert hat, weil die Stadt einfach überlaufen war.

Schlange zum Botanischen Garten endlich reingekommen! warten... warten... warten... toller Blick es geht los!!! Happy New Year!!!

Heute Abend feiern wir in Johannas Geburtstag rein und übermorgen gehts dann weiter nach Neuseeland! Ich werde Australien auf jeden Fall vermissen und hatte hier eine super, super tolle Zeit!!!

Alles Liebe an euch alle!!!

Eure Doro

 

Kangoroo Island und Adelaide bis Melbourne

Sonntag, 18.12.2011

Hallo zusammen!

Nun gibts schon wieder den nächsten Eintrag, ich erlebe gerade einfach so viel, da darf ich nicht hinterher hängen! Zwinkernd

Von Adelaide aus habe ich letzten Montag eine Zwei-Tages-Tour auf Kangoroo gestartet. Morgens ging es schon wieder recht früh los. Vom Treffpunkt aus hat mich ein riesiger Reisebus abgeholt mit etwas älteren Personen drin. Nichts gegen ältere Personen, aber ich habe erwartet, dass die Tour wieder in einer kleinere Gruppe mit eher jungen Leuten stattfindet. Hat sie dann im Endeffekt auch, aber es werden erstmal alle Touris, die nach Kangoroo Island wollen, in zwei großen Reisebussen von Adelaide aus zur Fähre in Cape Jervis gebracht. Man lädt dann sein Gepäck in einen kleinen Transporter um und geht zu Fuß mit dem Handgepäck auf die Fähre. Auf Kangoroo Island findet man sich dann erst in den tatsächlichen Reisegruppen zusammen. Unser Guide und der Kleinbus hat also auf der Insel gewartet. Der Guide lebt schon sein Leben lang auf Kangoroo Island und hat dort früher eine Farm besessen, sodass er sich richtig gut auskannte. Um uns Touris das Leben auf Kangoroo Island etwas näher zu bringen, haben wir zunächst auf einer Schaffarm gehalten. Davon gibt es sehr viele auf der Insel und sie bietet vielen Leuten den Lebensunterhalt. Der Farmer hat uns gezeigt, wie seine beiden Schafhunde die Schafe zusammentreiben und wie er einem Schaf seiner Wolle beraubt. Ich fand's ganz interessant, da ich das, glaube ich zumindest, noch nie so gesehen habe.

Schaf vorher Schaf nachher Straße auf Kangoroo Island

Nach dieser Demonstration sind wir weiter zur Pennington Bay gefahren, eine wunderschöne, menschenleere Bucht!

Pennington Bay Pennington Bay

Nach dem Mittagessen in American River sind wir zur Seal Bay gefahren, mein Höhepunkt an dem heutigen Tag! In der Bucht am Strand gibt es ganz viele australische Seehunde, die dort meist faul herum liegen. Man kann ziemlich nah rangehen, muss aber in der Gruppe bleiben und der Guide passt auf, dass man nicht zu nah ran geht.

Seal Bay australische Seehunde an der Seal Bay Seal Bay Seal Bay Seal Bayaustralischer Seehund

Der nächste Stopp war in der Little Sahara, wo wir wieder Sandboarding machen konnten. Darauf hatte ich jedoch nicht so mega Lust und bin stattdessen lieber ein bisschen rumgelaufen und habe nach Tieren gesucht. Ein Känguru konnte ich dann auch entdecken... Lachend Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich noch sehr, sehr viel mehr Kängurus sehen sollte, denn auch wenn die Insel Kangoroo Island heißt, stammt der Name nicht daher, dass es dort viele Kängurus gibt, sondern irgendwelche Entdecker hier vor Jahren Känguru-Fleisch gegessen haben......

Känguru in der Little Sahara Little Sahara Little Sahara

Wir sind recht früh an unserer wunderschönen Unterkunft bei Vivonne Bay angekommen. So konnte man wunderbar ein Bierchen auf der großen Terrasse genießen, mit Blick auf den Vorgarten, wo ganz viele Kängurus rumgehüpft sind! Man hatte auch noch genügend Zeit auf einem wunderschönen Weg zum nahe gelegenen total tollen, einsamen Strand zu laufen! Zum Abendessen gab es BBQ. Als es dunkel wurde, sind wir noch einmal losgefahren und haben nach Pinguinen gesucht. Es war sehr windig und kalt und dunkel, aber wir wurden nach einer Weile dann noch belohnt und haben ein Pinguin entdeckt! Davon gibts leider kein Beweisfoto, da wir kein Blitz benutzen durften, um die Tiere nicht zu verwirren.

Känguru im Vorgarten einsamer Strand in der Nähe der Unterkunft

Am nächsten Tag sind wir zur Hanson Bay zum Koala Sanctury gefahren. Dies ist kein Tierpark oder so, sondern einfach eine Stelle, wo sehr viele Koalas leben. Der Guide hat uns erklärt, dass es ursprünglich keine Koalas auf Känguru Island gab. Da die Insel jedoch einer der wenigen Plätze in Australien ist, an dem es keine europäischen Krankheiten und wenig eingeschiffte Tiere gibt, ist die Natur dort sehr ursprünglich. Da die Koalas auf dem Festland bedroht waren, hatte die australische Regierung die tolle Idee, die Koala auf Kangoroo Island auszuwildern. Die Idee war im Prinzip nicht schlecht, es hat super geklappt, leider nur zu gut... Die Koalas fühlen sich auf der Insel so wohl, dass sie gar zu einer Plage geworden sind und die australische Regierung nun überlegen muss, wie sie gegen zu viele Koalas angeht... Ich habe mich trotz allem sehr darüber gefreut, dass wir so viel Glück hatten, eine Koala-Mama mit ihrem Baby auf dem Rücken ganz nah beobachten zu können!

Koala mit Baby Koala mit Baby

Nach diesem tollen Erlebnis sind wir weiter zum Flindlers Chase Nationalpark gefahren. Dort gibt es die Remarkable Rocks, echt lustige Felsformationen zu bestaunen. Außerdem sind wir zum Admirals Arch gefahren, wo ganz viele Neuseeländische Seehunde rumliegen (und auch ziemlich müffeln... Zwinkernd) Es war ganz faszinierend, wie diese Tiere trotz total wildem Meer und riesig hohen Wellen im Wasser zurecht kommen!

Remarkable Rocks Remarkable Rocks Remarkable Rocks Admirals Arch neuseeländische Seehunde neuseeländische Seehund Admirals Arch

Nach dem Mittagessen in der Nähe des Informationscenters des Nationalparks haben wir noch einen kleinen Spaziergang in der Nähe der Kelly Hill Caves gemacht, da uns der Guide noch gerne den "australischen Igel", ein Echidna zeigen wollte. Wir haben tatsächlich einen entdeckt, der sich total süß in einem alten Baumstumpf versteckt hat. Nachdem wir eine Weile ganz ruhig gestanden haben und gewartet haben, hat er dann auch noch seine lustige Nase rausgestreckt.

Echidna Echidna

Am Nachmittag sind wir an die Nordküste von Kangoroo Island gefahren und hatten etwas Zeit zum Entspannen in der Stokes Bay. Wir konnten dort auch baden gehen, aber mir war es ehrlich gesagt zu kalt... Am Abend ging die Fähre zurück aufs Festland und man konnte ganz toll den Sonnenuntergang während der Überfahrt genießen. In Adelaide sind wir erst um 11 Uhr abends wieder angekommen, sodass nur noch duschen und ins Bett hüpfen angesagt war.

Stokes Bay Sonnenuntergang bei der Überfahrt

Am nächsten Morgen ging es mal wieder recht früh weiter Richtung Melbourne. Diese Drei-Tages-Tour war (leider) voll besetzt, was ich vorher noch nie hatte. Dies hieß, dass wir ca. 24 Leute waren, was schon recht viel ist für den kleinen Bus... Am Vormittag mussten wir mal wieder viel fahren, denn das erste Ziel war der Grampians Nationalpark, der ein ganzes Stück von Adelaide entfernt ist. Am Nachmittag haben wir in dem wunderschönen NP eine kleine, aber anstrengende Wanderung auf den Gipfel eines Berges gemacht, was uns eine wunderbare Aussicht beschert hat. Danach sind wir noch zu den sehr schönen McKenzie Falls gefahren.

Grampians NP Grampians NP McKenzie Falls McKenzie Falls

Auch den nächsten Morgen haben wir noch im Nationalpark gefahren und haben eine (etwas) längere Wanderung zu einem weiteren, wunderbaren Aussichtspunkt gemacht.

Grampians NP Grampians NP Grampians NP Grampians NP

Am Nachmittag sind wir dann zur Küste rübergefahren, wo die berühmte Great Ocean Road beginnt. Dort haben wir mehrere veschiedene Stopps gemacht, um die tolle Steilküste und Buchten zu genießen. Am Abend sind wir bei den Twelve Apostles angekommen und haben auch dort in der Nähe in dem Ort Port Campbell übernachten. Nach dem Abendessen in der Unterkunft sind wir nochmal zu den Twelve Apostles gefahren, um den Sonnenuntergang zu sehen. Der war leider nicht so spektakulär, da es recht bewöklt war.

Emu Bay of Islands Bay of Martyrs Bay of Martyrs Erinnerung für die vielen Touris London Bridge bei der London Bridge London Bridge Loch and Gorge Loch and Gorge zwei der Twelve Apostles Twelve Apostles Twelve Apostles Twelve Apostles Twelve Apostles

Am nächsten Morgen haben wir einen Abstecher zum Ottway Treetop walk gemacht. Dort konnte man in den Wipfeln der Bäume herumlaufen und auf einen wackeligen Turm steigen. Lunch haben wir in Kennett River gegessen und sind davor und danach den wunderschönen, sehr kurvigen Teil der Great Ocean Road weiter Richtung Melbourne gefahren. Nachmittags haben wir noch an einem sehr berühmten Surfer Strand Bells Beach und in der Surferstadt Torquay gehalten. Gegen Abend sind wir dann in Melbourne angekommen. Da ich mich an diesem Tag etwas krank gefühlt habe, habe ich abends nur noch etwas zu essen aufgetrieben und bin früh schlafen gegangen (soweit das in einem 10-Bett-Zimmer möglich war...).

Ottway Treetop walk Great Ocean Road in Kennett River Beginn der Great Ocean Road von Melbourne aus Bells Beach

Am nächsten Tag habe ich erstmal ausgeschlafen so lange es ging und mir dann ein bisschen Melbourne angeschaut. Ich habe die Empfehlung von zwei Mädels aus meinem Zimmer bekommen, mir die Stadt vom Eureka Tower aus anzuschauen. Dort fährt man in den 88.Stock und hat einen tollen Rundumblick. Am Abend, als es dunkel war, bin ich dort nochmal hingegangen, da ich ein Kombi-Ticket hatte. Nachdem ich das Lichtermeer bestaunt habe, habe ich mich auf dem belebten Federation Square mit Nathalie getroffe, der Schweizerin von der Westküste, die auch zufällig noch in Melbourne war. Wir waren beide etwas traurig, uns zu verabschieden, da wir uns so gut verstanden haben.

weihnachtliches Melbourne Bahnhof in Melbourne Melbourne von oben Melbourne von oben Weihnachtsgrüße aus Melbourne Lichtermeer vom Eureka Tower

Melbourne gibt sich alle Mühe, mich in Weihnachtsstimmung zu bringen, scheitert aber kläglich... Stirnrunzelnd Da Weihnachten aber nicht mehr weit weg ist, möchte ich euch schon mal ein tolles Fest wünschen und verbleibe so bis zum nächsten Mal!!!

Alles Liebe für euch und eure Familien!!!

Eure Doro

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